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Folklore

Festivals und Bräuche

Traditioneller Festkalender:


Der traditioneller Festkalender des Tschepinos stimmt mit diesem der umliegenden Gebiete und mit dem bulgarischen Festkalender im Ganzen überein. Hier werden diese Feste und Bräuche verfolgt, die sich im 20. Jahrhundert als typisch für das Gebiet durchgesetzt haben. Zu jeden Fest werden als Beispiel Ortschaften und Stadtteile gegeben, wo man diesen Fest besonders attraktiv feiert. Es ist notwendig zu erwähnen, dass es im traditionellen Festkalender zwei religiöse Ebene gibt: christliche und moslemische.

Winterfeste:

Dimitrovden (der Tag des Heiligen Dimitar), Kasam ( 26.Х./8.ХI.) macht den Anfang der Winterfeste. An diesem Tag bezahlt man den Schäfern. Im Draganovo gehen die jungen Männer außerhalb des Dorfes, pflücken Storchschnabel und Herbstblumen (oder Herbstfrüchte), spielen und feiern in der Nacht.

Nikulden (auch: Nikolaustag)(6.ХII.) wurde in der Vergangenheit nur von der Frauen begangen. Sie versammelten sich in der “Nikulyova Kirche”, neben dem Dorf Kameniza. Da wurden Kerzen angezündet und Rundbrot ausgegeben. Heute gibt es an dieser Stelle eine Holzkapelle und in unmittelbarer Nähe wird die Karelle “St. Nikola” aufgebaut. 

Weihnachten(25.ХII.) ist einer der größten Winterfeste. Im Dorf Kameniza ist es als der erste von den drei Heiligabenden bekannt. Ein Teil der Feier ist das rituelle Feuer am Badni wetscher (Heiligabend), das rituelle Essen – der  Heilige Abend und Weihnachten. Seit Weihnachten beginnen die   Tage der “Kurukondtzorite”, die bis Yordanovden (Yordanstag – der Tag, wenn das Wasser geweiht wird) dauern; bei der Muslems dauern sie von 6. bis 19. Januar. Diese Tage sind mit Verbote verbunden, auch mit dem Glauben, dass in deiser Zeit dämonische Wesen auf der Erde umgehen. Diese dämonische Wesen nämlich sind Kurukondtzori genannt.  

Silvester, Vassilyovden (der Tag des Heiligen Vassil)(1.I.) ist der zweite Heilige Abend. An diesem Tag wird die so genannte “Bogovitsa” - eine Art rituelles Brot vorbereitet. Am Morgen gehen die Kinder zu “Surva”. Damit bezeichnet man einen alten Brauch, bei dem die Kinder von Haus zu Haus ziehen;  sie tragen geschmückte Zweige aus Kornelkirsche bei sich (die so genannten Surwatschki), mit denen sie den Erwachsenen auf den Rücken klopfen. Dabei singen sie Neujahrslieder und wünschen den Alten – Christe und Muslems – Gesundheit und Fruchtbarkeit. Der Tag des Heiligen Vassil wird besonders auch unter der Romagemeinschaft gefeiert (die Roma nennen diesen Tag “Bango Vassil”).

Yordanovden (der Tag des Heiligen Yordan)(6.I.) ist der dritte Heilige Abend. Im Dorf Kamenitsa nennt man den Abend am 5. Januar auch “Popova Koleda” (Weihnachten des Pristers), denn an diesem Abend zieht der Prister von Haus zu Haus und segnet mit geweihtem Wasser. Am 6. Januar schon wird  ein großes Kreuz in den nahegelegenen Fluss geworfen. Aufgabe der Männer ist es dann, dieses Kreuz wieder herauszuholen. Der Tag des Heiligen Yordan wird im Tschepino Talkessel gefeiert – in Velingrad, Rakitovo, Kostandovo, Dorkovo.


Babinden (Tag der Geburtshilfe)(21.I.) ist eine Feier, die man  im 20. Jahrhundert als eine der größten im traditionellen Festkalender begeht. In den 70-er und 80-er Jahren ist sie im Gebiet offiziel ein Feiertag.  Teil der Feier sind: das “Gießen” Ritus, das rituelle Essen und das so genannte “Vletschugane”- das rituelle Baden der Hebamme.

Sirni Sagowesni, „ Sonntag der Vergebung“ ist einen alten bulgarischen Brauch, der bis heute erhaltet wurde. Typisch für das Fest sind die Feuer, die man “Gaganitsa” oder “Garo” nennt. Ihnen herum wird gegessen und gefeiert, es werden auch verschiedene Spiele organisiert.besonders attraktiv sind die maskierten Spielteilnehmer, die man “babugeri” oder “karnavale” nennt.     

Der Tag der Heiligen Vierzig Märtyrer, (Karkchibuk) ist von den Christen fast schon vergessen, aber die Moslems im Gebiet, besonders im Dorf Draginovo begegnen die Feier bis heute. Die Jugendlichen gehen außerhalb des Dorfes, pflücken Storchschnabel, machen Schaukeln, mit den sie bis spät in der Nacht schaukeln. Sie organisieren auch einen Spinnstubenabend, an dem sie singen und tanzen.

Ostern – Neben der allgemein gültigen Ostertradition  hat man im Gebiet Tschepino noch eine uralte Tradition bis heute bewahrt – das Bemalen den Eier mit Wachs.  Mit geometrischen Figuren, Pflanzen- und Tiermotive bemalt man in Velingrad und Rakitovo die Ostereier. So entstehen wunderschöne Muster, die auch zum Schmuck in den christlichen und moslemischen Häuser dienen;  die so bemalten Eier sind auch wichtiges Element aus den  Fruchtbarkeits- und Gesundheitsrituale. In Kamenitza wird in der Kirche am Karfreitag Storchschnabel ausgegeben, deswegen ist der Tag auch “Zdravkov den” genennt(in Bulgarien ist der Storchschnabel Symbol der Gesundheit und “Zdravko” bedeutet auf bulgarisch “sei er gesund”).

Der Tag der Heiligen Petka, ”Zhivopriemni izvor”(Quelle des Lebens) begegnet man am Freitag nach Ostern. Die Gläubigen versammeln sich in der Kapelle der Stadtteil Ladzhene (Velingrad) und da wird auch einen Opferschmaus gegeben.

Spasovden ( Tag des Heiligen Spas) ist eine ortsübliche Feier der Stadtteil Tschepino (Velingrad) und sie wird im Gegend St. Spas begegnet. Da wird eine Wasserweihe vorgenommen, ein Brotopfer dargebracht und einen Opferschmaus gegeben. Die Gläubigen versammeln sich im Gegend St. Spas seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts, nachdem der Platz in einem Wahrsagetraum gesehen wurde. Über diesen Traum erzählt auch eine alte Legende.

Die Heilige Dreieinigkeit und der Heilige Geist ist das Kirchenfest der Stadtteil Kamenitsa. Am ersten Tag wird die Kirche geschmückt,  eine Messe wird gelesen nachdem die Gläubigen mit einem Reigen dreimal um die Kirche umgehen. Am nächsten Tag (der Heilige Geist) ist das Dorffest (heute ist Kamenitsa ein Stadtteil Velingrads). In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde auch einen Opferschmaus gegeben, einen Jahrmarkt veranstaltet und es wurden Sportspiele organisiert. 

Ramazanbayram  ist der Fastenmonat der bulgarischen  Muslime. Buben, die “Severdzhii” genannt sind, verkünden  mit Trommeln und geschmückter Tanne den Anfang des Fastens. Die Tradition ist im Dorf Draginovo bewahrt, aber auch in anderen Otrschaften des Gebiets verbreitet.   In den letzten drei Tage werden in Rakitovo und Tschepino Süßigkeiten, Baklava (süßes Blätterteiggebäck mit Nüssen) und  Halwa zubereitet, die an Nachbarn – Muslimen und Christen  ausgegeben werden.

Kurbanbayram  ist die drößte Feier aus dem Festkalender für die bulgarischen Muslime im Tschepino Gebiet. Am Tag vor der Feier - “Arfa/e” wedren Süßigkeiten ausgegeben. Am ersten Tag nach dem Gebet  in der Moschee wird ein Opfertier geschlachtet. Am zweiten und dritten Tag wird der Opferschmaus (Kurban) an Moslems und Christen ausgegeben. Diese Tradition ist typisch für Velingrad, Rakitovo, Dorkovo, Kostandovo. Man besucht die Eltern, die Verwandten und die Freunde. In Tscheoino werden auch feierliche Männerreigen getanzt.

Aschure  ist ein Fest typisch für diе Moslems in Bulgarien. Man feiert es vorwiegend im Gebiet der Dörfer Draginovo und Sarnitsa. Die Hausherrin kocht Getreidekörner; ein Teil des Kochguts wird ausgedeben; enige Körner werden im Garten und über dem Dach geworfen, dabei wünscht sich man Fruchtbarkeit und Familienglück.

Sommerfeste:

Georgjowden, Haderles (der Tag des Heiligen Georgi)(6.V.) ist ein der größten Feste im Tschepino Gebiet, das auch mit vielen Bräuche verbunden ist. Eine alte Tradition ist das rituelle Baden – die Frauen baden sich vor dem Sonnenaufgang in den Mineralquellen und werfen Storchschnabel im Wasser. Danach wird ein rituelles Essen vorbereitet.  Das “Benennen   von Blumensträuße” ist ein anderer Brauch, der in den Stadtteile Kamenitsa und Tschepino unter Christen und Moslems verbreitet ist. Opferschmause weden im Hof der Kirche “St. Georgi”, auch bei der Kapelle “St. Georgi” in der Nähe von Кamenitsa gegeben. Der Platz, wo heute die Kapelle aufgebaut ist,  wurde in einem Wahrsagetraum gesehen. In 20-er Jahren wurde da zum ersten Mal eine Kapelle aufgebaut, die in den 90-er Jahren neugebaut wurde. In Dorf Draginovo werden Seilschaukeln gemacht und ihnen herum wird getanzt und gesungen. Die Verlobten geben den Freunden ihren künftigen Ehemänner gefärbte Eier aus. Eine Tradition, die für alle Gebiete Bulgariens typisch ist, ist das rituelle Schlachten des Lammes.  Die Feier wird von allen ethnischen und religiösen Gemeinschaften begegnet – Christe und Moslems, Bulgaren, Wlachen (Armani) und Roma.

St. Iliya, Ilinden(20.VII,2.VIII.) begegnet man im Dorf Dorkovo – Ilinden war bis zu den 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts nur ein Kirchenfest, das sich später in ein Folklorefestival verwandelt. Ilinden feiert man auch neben den Dorf Kamenitza, auf dem “Ilin Gipfel”, wo einen Opferschmaus gegeben wird. Die Gläubigen versammeln sich dort seit den 20-er Jahren des 20. Jarhundert, nachdem deisen Platz in einem Wahrsagetraum gesehen wurde. Der Tag begegnet man auch in der Kapelle “St. Iliya” in der Nähe von Tschepino, wo ein Regenritual gemacht wird

St. Petka (14.Х.) der Tag wird in der Kapelle “St. Petka” (Yundola) gefeiert, bei dem einen Opferschmaus gegeben wird.

Weltliche Feste:

Stadtfest Velingrad (1.VІІ.) Es wird seit 1988 gefeiert und findet die 1. Wochenende im Juli statt. Mit diesem Fest beginnen die Kulturfeste der Stadt Velingrad (im Juli und August).

Folklorefestivals im nordwestlichen Teil des Rhodopi Gebirges:

Kostandivo – im Rahmen des Stadtfestes, das am 21 Mai stattfindet (oder am Wochenende gleich nach dem Fest) sind Folklorebands aus dem westlichen Teil des Rhodopi Gebirges und aus der Gemeinde Pasardschik eingeladen.

Velingrad – Im Rahmen der Kulturfeste der Stadt Velingrad sind Folklorebands aus dem Gebiet und aus Ausland eindeladen; die Feste finden seit 1. bis 15 Juli statt.

Rakitovo – im Rahmen des Stadtfestes sind Folklorebands aus dem Gebiet und Gäste aus Ausland zu Konzertveranstaltungen eingeladen; das Fest findet am 6. und 7. Juli statt. 

Dorkovo – Internationales Folklorefestival; es findet am 1.- 5. August statt und ist das größte Folklorefestival in diesem Teil des  Rhodopi Gebirges; es ist auch Teil aus dem Programm der C.I.O.F.F.

Zsigov Chark (Batak) – Regionales Folklorefestival der Gemeinde Pasardschik; es findet am 15. August (die Wochenende nach Mariä Himmelfahrt) statt.

Yundola – Traditionelles Fest aller Ortschaften im Gebiet der Gemeinde; es findet im August (3. Wochenende im August) statt.

Zsigov Chark –   Internationales Folklorefestiaval der Armani; die Gäste sind aus allen Ländern der Balkanhauptinsel und das Festival findet im September (2. Wochenende im September) statt.

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